Montag, 21. Juli 2014

Workshop

Heute habe ich den ganzen Tag einem Workshop zur Akzelerometrie besucht, morgen geht´s weiter.

Referenten waren allerlei Leute, die Studien mit Aktivitätsmessungen machen und das große Fazit, was ich vom heutigen Tag mitbringe ist:
Quasi alle Fragebogen basierten Aktivitätsstudien mit Kindern sind  mit Akzelerometerdaten nicht zu Validieren, es gibt quasi keine Korrelation.
Das ist krass, finde ich.
Denn naiv wie ich bin, glaube ich ja hin und wieder irgendwelchen Studien...

Jedenfalls habe ich nun so ein nettes Teil an meinem Gürtel hängen und bin gespannt wie morgen in der Auswertung des "homerun" vor dem Gewitter aussieht. Wir haben es genau geschafft, eine halbe Minute später regnete es Katzen und Hunde !


Schutzengel


Den hat Monsieur gehabt heute. 
Im Garten steht ein Apfelbaum, ein Winterrambour. Der ist alt und morsch. Er trägt zwar noch Äpfel, aber so richtig schmecken tun sie schon lange nicht mehr. 
Damit die Enkel besser klettern können, wurden hier schon vor Jahren verschiedene Bretter in den Baum gebaut. Verzurrt mit einem vor 20 Jahren am Nordseestrand gefundenen Tau. Letzten Herbst ist das Tau quasi in den Fingern zerflossen "das hält !" ist aber schon immer das Mantra des Konstrukteurs. 
Im Herbst habe ich mir erlaubt ein paar "Korrekturen" durchzuführen, denn herausstehende Schrauben und Nägel zerreisen nicht nur Haut sondern auch Klamotten. "Macht nix" das Mantra des Konstrukteurs. Nun Wäsche flicken gehört auch nicht zu seinem Aufgabengebiet. 

Mehrere absolut morsche Äste habe ich auch abgesägt, Der Konstrukteur hat dafür ein paat morsche Bretter mehr in den Baum "gebaut".

Nun wird seit eininger Zeint unter dem Baum Fussball gespielt und da wurde aus Obstschüttenschubladen eine "Bande" gebaut. 
Mein Einwand, daß der Fleck Garten jetzt wirklich nur noch wie Schrotthaufen aussieht  wurde unwirsch abgetan, war auch von mir nicht freundlich formuliert - also zu Recht. 

Heute nun fiel Monsieur aus 4 Metern Höhe von solch einem morschen eingebauten Ast fast ungebremst auf den Boden, knapp neben die hochkant stehenden Schüttenschubladen. 
Mein Gott, hat der Glück gehabt !

Neben einigen Kratzern  und Schürfungen tut dem Kerl aber der Rücken weh. Das, was da aussieht wie Dreck, ist Hämatom. 

Ich krieg immernoch Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle, was gewesen wäre, wäre er in paar Zentimeter neben dran geflogen. Oder wäre er ein Besuchskind gewesen....

Klar kann man mal vom Apfelbaum fallen. Aber in der Regel sind da keine morschen Bretter eingebaut und am Boden befindet sich eben Gras oder ähnliches und nicht ein Sammelsurium an Schrott. 
Und jetzt werde ich doch zur hysterischen Mama und werde den Baum wieder auf den Ursprungsbaum zurückbauen und der ganze Schrott verschwindet. 

Und dann hängt der Haussegen noch schiefer, aber das ist mir egal !




Sonntag, 20. Juli 2014

Haussegen

Schief !

Der heutige Tag startete echt gut, die Kinderlein waren noch beim Papa und wurden gebracht, da das WE in der Pfalz verbracht wurde.
Ich schlurte heute früh durch die Wohnung, putze ein wenig, ging dann Schwimmen - endlich schaffe ich 1500 Meter Kraulen am Stück-  Vom Brustschwimmen kriege ich nämlich immer wieder Rückenprobleme.
Ging in den Garten, erntete ein paar kleine Gurken. Die haben es allerdings nicht nach Hause geschafft, die musste ich gleich essen ;-)

Zum x ten Mal habe ich dieses Jahr Karotten gesät, bisher ist nichts draus geworden, weiß der Geier warum oder vermutlich wissen es eher die Schnecken und Karnickel im Garten. Heute wurden die Saatgutreste ausgestreut, vielleicht wird ja noch irgendwas draus.

Auf dem Heimweg dachte ich, wie immer wenn ich nach Hause fahre oder gehe: mal schauen, was jetzt schon wieder ist, denn es ist immer etwas Unvorhergesehenes. Mal stehen alle Fenster offen, aber es ist keiner da, mal wird gehämmert und gewerkelt, egal um welche Tageszeit, bzw bevorzugt nach 22 Uhr, mal wird im Garten der frisch gesäte Rasen wieder umgegraben oder aber den Rosen die Triebe abgeschnitten, mal steht wortlos das Geschirr in der Diele, ich solle es doch abspülen, mal ist meine H- Milch im Keller weg - man muss flexibel bleiben.

Heute war unvorhergesehenes, daß meine Schwester mit ihrem  Kind da war. Mit mir rechnete, ich aber nix von deren Besuch im Vorfeld gewusst hatte. Das hat mich so wütend gemacht, denn das ist nicht das erste Mal , daß die Kommunikation nicht funktioniert zwischen meinem Vater und mir.

Ich hätte mir den Tag anders eingeteilt, ich hätte die Zwetschgen, die ich gestern geerntet habe nicht eingefroren, zu Marmelade gekocht und verschenkt, sondern hätte eben einen Zwetschgenkuchen gemacht....
Ich hätte gerne gewusst, wann man mich einplant.

Meine Laune war bei Teufel, weil ich eigentlich noch viele Dinge zu erledigen hatte, mich aber natürlich meiner Schwester verpflichtet sah.

Zu Guter Letzt musste ich mir heute noch den Vorwurf gefallen lassen, ich hätte nie Zeit für meine Familie - Da weiß ich echt nicht ob ich lachen oder weinen soll.


Kritik kommt hier nicht an, denn seit 36 Jahren scheine ich die Rolle der Schuldigen sehr gut zu spielen. Am Schluss ist es immer meine Zwanghaftigkeit, die Schuld ist, daran, daß ich nicht locker damit umgehe, daß man mir die H-Milch aus dem Keller stibitzt hat, einen Handwerker ohne mein Wissen durch die Wohnung führt, oder ich mich nicht locker mache, wenn Monsieur und der Aufsicht seines Opas eine Vergiftung nach Narzissengenuss hat. Und ich bin so kompliziert, weil ich es uncool finde, hochschwanger vom ausgeliehenen nicht verkehrstauglichen Fahrrad meines Vaters zu fliegen. Und so völlig Banane ist der Wunsch alle 3 Tage einen Campingplatz mit Duschen zu suchen, wenn man pubertierend, mit fiesem Hausstauballergieleiden durch die USA tourt. Die Tour mit mir sei zur reinen Tyrannei verkommen...


Mich kotzt diese Rolle so an. Und wenn ich eines nicht bin, dann zwanghaft ! Wenn ich eines nicht bin, dann unflexibel.
Die, die hier nicht recht ticken sind andere !!!

Und heute bin ich auch wieder die völlig hysterische Mutter, die es total bescheuert findet, den Garten zur  Müllhalde verkommen zu lassen.
Dazu im nächsten post.


Freitag, 18. Juli 2014

Ruhig hier

das liegt daran, daß das echte Leben tobt.

Sogar die Kinder sind irgendwie erschöpft und das will schon was heißen.

Wenn zum ohnehin voll gepackten Terminkalender noch Schuljahresende ( fast wie Vorweihnachtszeit), WM ( nicht zu vernachlässigen), Elternabendende, der halbjährliche Kontrolltermin in der Nierenambulanz für Madame, ein Familienbesuch und nicht zu Letzt noch erhebliche Mehrarbeit durch den Ausfall meines Chefs kommen, dann

Ist irgendwann der Ofen aus.

Und weil die Kinderlein beim Papa weilen, es mir einfach zu heiß ist, habe ich jetzt erstmal Siesta gemacht ! Das war echt gut !

Und jetzt wird eine To Do Liste gemacht eingeteilt in
"Vor dem Urlaub" und "Nach dem Urlaub", denn mittlerweile bin ich doch in der Lage meine Pläne etwas der Realität anzupassen.

Bis vor nicht allzulanger Zeit, hätte ich mir für einen Zeitraum von 2 Wochen vielleicht noch eine Dissertation, eine Wohnungsrenovierung und Gartenfest-Organisieren vorgenommen,  jetzt ist es bildlich gesprochen "nur" noch 2 von 3 ;-)

Vermutlich schaffe ich dann 1/4 von 3.


Samstag, 12. Juli 2014

50 mm

Ja ich weiß. Letzte Woche habe ich noch gejammert, daß es nicht regnet,  aber nun hat es diese Woche irgendwie jeden Tag gepisst. Und 50 Liter pro Quadratmeter reichen dann erstmal.
Und alle meine Pläne fallen ins Wasser. Das macht schlechte Laune.

Wenn dann noch ein Kind völlig schlaftrunken im Weg rum steht, weil es Schulübernachtung hatte und generell ein riesen Schlafdefizit, sich aber nicht aufraffen kann, sich hinzulegen, was zu tun, was zu spielen, lesen sonst was, dann wird die genervte Mama noch unfreundlicher, was das müde Kind irgendwie noch mehr lähmt.

Ich hoffe der schläft sich ordentlich aus, denn morgen abend ist ja auch schon wieder ein Grund spät ins Bett zu gehen ;-)

Donnerstag, 10. Juli 2014

Reminder

Der Wettereinbruch hat mich ganz aktuell daran erinnert, daß ich vor dem nächsten Winter doch dringend etwas für die Isolierung tun sollte.

Aktuell: 16,5 Grad im Wohnzimmer, draussen 14,5 Grad.

Da hier vor allem die Fenster wohl das Problem sind, durch 100 Jahre alte Steinwände wir nicht so viel hindurchgehen, werden nun peu a peu, die Fenster erstmal mit Dichtungsband versorgt. Immerhin kann man da teilweise fast ducrhgucken, d.h. um die Ecke gucken: 1 mm Spalt am Fensterrahmen und von aussen auch ein halber Millimeter.

Daher hat die Kälte doch vielleicht ein Gutes !

Mittwoch, 9. Juli 2014

null bock auf nichts

ich vermute mal, das Wetter hat da ganz ordentlich mit zu tun

der Schlafmangel

der Berg an Dingen, die sich mal wieder vor mir auftürmen

der fehlende Chef und die fehlende Perspektive diesbezüglich - ich habe keine Ahnung, wann er wieder kommt, ob er wieder 8 Wochen fehlt ? Es geht nichts vorwärts und heute wurde mir auch noch die Illusion genommen, daß das Bauamt endlich der Renovierung unserer dringend benötigten Räume zustimmt

eine mittelmäßige Vorlesung heute meinerseits vor müden 8 Studenten um 8 Uhr morgens bei Sintflut

Eigentlich wäre jetzt ins Bett gehen klug, aber ich bin irgendwie noch so aufgewühlt und mache mich über die Bügelwäsche her und linse ab und zu nach dem Gegner der deutschen Mannschaft im Finale.