Dienstag, 22. April 2014

Earth Day

Eben als mich Google daran erinnerte, daß heute Earth Day ist, musste ich unwillkürlich an den einzigen Earth Day denken, den ich bewusst begangen habe.

1995 war das in Pennsylvania. Wir waren als Austauschschüler in Lancaster County. Der ganze Englisch- LK. Meine Gastfamilie bediente jedes Klischee, das uns Europäern so über "die Amis" geläufig ist ( nur Fast Food trotz prächtiger Küche, 7 Fernseher in einem 5 köpfigen Haushalt, Kinderspielzeug nur aus Plastik und vieles mit Militärischem Hintergrund, im Haus gab es ganze 11 Bücher, davon 7 über Waffen, es wurde jeder Meter mit dem Auto gefahren......).
Mein Englischlehrer wohnte dagegen bei einer ganz anderen Familie. Ein Wochenende lang lud mich die Gastfamilie meines Englischlehrers dann zu sich ein, ich war sehr froh meiner komischen Gastfamilie ein Wochenende entkommen zu sein.
Diese wohnten weit draussen auf dem Land. Der Haushalt hatte gewiss schon lange keinen Putzlappen mehr gesehen oder einen Staubsauger. Im  Haus lebten mehrere Hunde und Katzen, ich erinnnere mich nicht mehr genau wie viele. Es roch jedenfalls sehr nach nassem Hund egal ob man auf dem Sofa saß oder am Frühstückstisch. Im Wohnzimmer hingen die Jagdtrophäen vom Familienvater. Die ganze Family war etwas strange aber sehr liebenswert.
Am "Earth Day" war ich morgens sehr früh wach geworden und tappelte über Hunde und Katzen in die Küche um mir was zu trinken zu holen. Der Gastvater war schon wach und schenkte mir erstmal Kaffee ein und lud mich dann ein mit ihm rauszugehen und 100 ! Bäume zu pflanzen. Nach Baum 25 oder so kam der Rest der Familie dazu und bald waren 100 Bäume gepflanzt. Anschließend durfte ich mit dem Jagdgewehr auf einer Zielscheibe schießen. Ich erinnere mich nur  noch an den gewaltigen Rückstoß.

Vor ein paar Jahren als ich meinen ehemaligen Englischlehrer traf, erzählte er mir, die Familie, bei der er damals gewohnt habe gäbe es so nicht mehr. Der Vater habe eines Tages die Hunde erschossen, dann Frau und Tochter angeschossen und schließlich sich selbst die Kugel gegeben.

Daran muss ich immer denken, wenn ich "Earth Day" höre.

Sonntag, 20. April 2014

Frohe Ostern

da draussen !!!

hier bis auf die gestrige Osternacht, die sehr sehr beeindruckend war, keine Feierlichkeiten, da Kinder weg und ich gerade keinen Bedarf auf Gesellschaft habe - ich habe überlegt wie das Adjektiv lauten könnte, wenn man mal zwei Tage einfach seine Ruhe haben will ? - Ist man dann assozial, dissozial ???

Dafür war ich im Garten und habe 5 Stunden Beete umgegraben, Hahnenfuß aus dem Boden gezogen, bis zu 2 Meter lange Brennesselwurzeln verfolgt und entfernt...und nochmals Kartoffeln gesetzt, neulich mit den Kindern waren wir nicht fertig geworden.

Ein paar Blümchen gesät und Lauch und Möhren....

Jetzt bin ich platt wie eine Flunder und hoffe vor allem ganz arg, daß ich mir keinen Sonnenstich geholt habe ;-)

Samstag, 19. April 2014

Ostern light

da ich kinderlos bin über Ostern habe ich dieses Jahr kaum was vorbereitet. Dekoriert haben wir auch kaum , was ich persönlich echt schade finde, aber wir haben keine Zeit gefunden.

Ganz österlich wird aber hoffentlich morgen endlich der "Osterhasen"-stall draussen endlich fertig werden- war das eine Arbeit !-  und dann können die Karnickel peu a peu aus dem Bad ausziehen. Nachts bleiben sie zunächst noch drin, denn so wirklich kältegewöhnt sind sie ja nicht, im Gegensatz zum letzten Winter, wo sie auch bei minus 10 Grad nicht in ihrem Häuschen saßen sondern immer oben drauf ;-)

Jetzt gehe ich gleich noch zur Osternacht und das war dann mein diesjähriges Osterfest...und ab morgen darf ich dann auch wieder Fleisch essen - nach 7 Wochen ohne.

Donnerstag, 17. April 2014

Das Trödelvirus

Jeden Morgen staune ich, wie man soooo trödeln kann. Jeden Morgen brauchen wir über 1 Stunde um aus dem Haus zu kommen. D.h. ab dem Zeitpunkt zu dem ich die Kinder wecke.
Ich bin bis dahin schon fast fix und fertig, anders klappts nicht.


Nun sind die Kinder beim Papa und ich habe heute 2 !!! Stunden gebraucht um in die Pötte zu kommen. Ich vermute ein verflixtes Virus, das mir die Kinder freundlicherweise hinterlassen haben, hinter dem Phänomen.
Oder aber ich werde krank, in meinem Magen rumort es nämlich.
Aber dann nehme ich doch lieber das Trödelvirus.

Hilft

gegen Ameisen in der Küche:
Zimt !

Alles andere : Essig, Backpulver, geriebene Zitronenschalen, Kreide, Thymian....hatte jeweils nur ganz kurz geholfen. Der Zimt wirkt immerhin schon seit 2 Tagen !!!

Dienstag, 15. April 2014

Äh, Hallo ?

Heute früh bin ich ein wenig aus dem Konzept gekommen.
Vor der Arbeit wollte ich noch kurz eine kleine Runde ins WALK IN, das dem Sportinstitut angeschlossene Fitnesstudio gehen. Der Rücken freut sich immer über ein paar Übungen dort.
Dazu hatte ich meine eine Fahrradtasche mit dem Sportzeug gepackt und ein kleines Vesper noch dazu gepackt, inklusive Getränk.

Als ich die Kinder schon im Hort abgeliefert hatte, musste ich doch nochmal kurz rein und ließ meine Radtasche für diese halbe Minute am Rad.

Als ich zurückkam hatte ein junger vermutlich wohnsitzloser Kerl meine Tasche durchwühlt und das Vesper rausgeklaut.
Ich rief ihm hinterher, er solle mir gefälligst das Zeug wieder geben. Er tat als höre er mich nicht. Ich bin ihm hinterher und hab "getobt". Er zeigte mir nur einen Stinkefinger und verschwand mit dem Vesper um die nächste Ecke.

Ich gönne ihm ja das Essen, keine Frage, aber die Art hat mich den ganzen Morgen schon durcheinander gebracht. Und weil mein Weg ohnehin an der Polizei vorbeiging und dort gerade jemand raus kam, habe ich ihm den Kerl beschrieben.. " Jaja, man könne sich denken wer das sei !"

Sport gemacht hab ich dann irgendwie keinen, vielleicht noch nach Feierabend. Mal schauen.

Montag, 14. April 2014

Spezielle Unterart

Das Passivkind !

Zwei der Exemplare leben in meinem Haushalt und futtern mir mein Nervenkostüm weg.

Vermutlich wurde dem älteren der beiden jetzt auch noch böse im Synapsennetzwerk rumgewurschtelt...selbst Tätigkeiten, die ein eindeutiges klar definiertes Ziel haben, sind somit nicht mehr auszuführen.


Charakteristisch ist die umgekehrt proportionale Verteilung von Arbeit. Je mehr Zeit das Passivkind hat, desto weniger ist es in der Lage, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern.
Das führt wiederum zu ernsthaften Energiekrisen bei der in häuslicher Gemeinschaft lebenden 24/7 in Topform erwarteten Betreuungsperson...