Freitag, 17. Mai 2013

Frustrationstoleranz

Ganz im Ernst,  Meine Frustrationstoleranz liegt gerade bei null !
Mich kotzt dieser ewige Regen an.
Es ist Mitte Mai und ich habe heute die Heizung mal wieder angemacht, weil mir trotz dicker Socken, und Unterhemd unter T-Shirt und Pulli immernoch kalt ist.  18,5 Grad hatte es vorhin hier.
Und nein, ich bin nicht verfroren, meinen Urlaub, den ich diese Woche hatte, hab ich genutzt. Ich war auch bei Sauwetter diese Woche 3 mal morgens im Freibad meine Bahnen ziehen, ich hab geackert wie eine blöde im Garten, trotz Regen, Matsch und Kälte.
Aber so ganz ohne das große gelbe Ding da am Himmel macht es auf Dauer echt keinen Spaß mehr.


Im Garten freuen sich die Schnecken über die kleinen jungen Pflänzchen, die vorsichtig ihre ersten Blätter aus der Erde gucken lassen - ratsch, wieder weg.
Der Kirschbaum hat einen massiven Frostspannerbefall.
Ich habe diese Woche ungelogen 18 Schubkarren Hahnenfuß und Quecke auf den Grünmüll gefahren, der zum Glück nur 50 Meter entfernt ist.
Die Johannisbeeren hatten so schön geblüht, aber leider fand sich keine Biene, die mal eben durch den Regen fliegen wollte....

Kann es mal endlich ein bißchen schöner werden ?
18- 20 Grad reichen völlig und hier und da mal ein Sonnenstrahl. Das wäre echt was !



Montag, 13. Mai 2013

Erwähnenswert

Madames Turnmannschaft hat am Samstag einen ersten Platz beim Gauliga Vorkampf gemacht.
Und das, obwohl jeder irgendeine Übung ziemlich verpatzt hat und die letzten Wochen das Training nur sehr eingeschränkt stattfand.

Bei Madame war der Stufenbarren super, dafür ist sie nach dem Rad mal wieder vom Balken gefallen. Sie hatte auch schon in der Nacht davor davon geträumt, daß sie wohl vom Balken fallen wird, insofern  war sie viel zu nervös.

Trotz des Erfolges und meines Interesses sind 6 Stunden eines "heiligen" Samstages in einer Turnhalle für die unbeteiligten ( Monsieur und mich) immer wieder eine harte Probe. Den nächsten Wettkampf muss Madame alleine durchstehen, ich muss  nämlich in der Zeit für´s Schulfest aufbauen helfen.

Ich hoffe ja, Fußballturniere gehen nicht auch immer so lang.

Und wieder....

wälzt sich der Sohn durch sein Bett.
Letzte Woche habe ich in meiner Verzweiflung, weil ich die Zeit abends brauche, um auch noch irgendwas sinnvolles am Tag zu schaffen, Monsieur auf mein Bett gesetzt, wo er mir dann über eine Stunde vorgelesen hat.

Monsieurs Lesekünste sind durchaus noch ausbaufähig, insofern profitiert er von der Leseeinheit und wenn schon körperliche Aktivität den Kerl nicht platt kriegt, dann vielleicht solche ? Nun habe ich ihm erlaubt mit einem kleinen Leselämpchen abends im Bett noch zu lesen. Das macht er mit Begeisterung - gestern bis 11, heute bis ? Mal sehen.

Der ganze Schlafrhythmus ist mittlerweile völlig dahin, wenn er denn jemals überhaupt existiert hat. Jedenfalls wurde hier gestern von uns allen bis fast 10 Uhr morgens geschlafen...das ist mal ein Muttertagsgeschenk ;-) ...draussen war morgens Weltuntergangswetter und schlafen also eigentlich die beste  Beschäftigung !

Jetzt gebe ich mir auch keine Mühe dem Kerlchen wieder ein halb 9, im Bett, Licht aus etc  anzugewöhnen, denn erstens wird es eh nicht funktionieren und und zweitens sind in einer Woche Ferien und dann kommt ohnehin wieder alles durcheinander.

Freitag, 10. Mai 2013

definitiv richtig

war meine Kündigung !
Als beim dem Gespräch mit dem Chefe vor zwei Arbeitswochen, dieser kurzzeitig menschelte und mir in Aussicht stellte, er wolle mir einen Kontakt herstellen für eine Hospitation und im übrigen, wenn es ein Problem sei, daß ich ja so wenig OPs gemacht hätte, dann werde er gucken, daß ich in der verbleibenden Zeit noch OPs sammeln könne... da dachte ich kurzzeitig, vielleicht würde ich ja doch noch was "mitnehmen" aus 1 3/4 Jahren in dieser Abteilung.

Nun 2 Arbeitswochen später:
Natürlich war ich nicht ein einziges Mal im OP, denn sonst wäre ja niemand in der Ambulanz gewesen....Und dort war es so ätzend wie immer !

Man geht daran kaputt, wenn man Hinz und Kunz die "bestmöglichste" Therapie zukommen lassen will, man aber genau weiß: Es geht um Fallzahlen, Geld und Op- Kataloge.
Und um die Menschen selbst kümmert sich kein Sch...

Vorgestern hatte ich einen Patienten, der wegen versuchten Totschlags zu 4 1/2 Jahren Haft verurteilt worden war, nun waren erst knappe 2 Jahre vergangen. Man hatte ihn nun in einem Heim untergebracht und meinte angesichts seines Gesundheitszustandes bestehe keine Fluchtgefahr.
Ich las mir das psychiatrische und forensische Gutachten durch und war erstaunt, daß dieser Mensch mit seiner Biographie nicht noch mehr abgedriftet war.
Mit "schuld" an seiner Tat war sicherlich der Umstand, daß er als Frührentner ( aus gesundheitlichen Gründen- Allergie gegen einen Kunstharz mit dem er gearbeitet hatte) seinen angestammten Wohnsitz verlassen musste als seine Mutter verstorben war, da das Amt, welches noch Wohngeld für ihn zahlte, die Wohnung für ihn dann für zu groß befand und ihn in einem Männerwohnheim unterbrachte...
Schlussendlich gab es dort wohl einen Haufen Differenzen und viel Alkohol mit  dem Ergebnis der Straftat.
Wie man mit so einem Patienten dann umgeht... Da werden dem Fachbegriffe um die Ohren gehauen, es wird ihm gesagt, das ginge nur ambulant, dann solle er sich doch um Versorgung kümmern und mit dem Rauchen muss er halt aufhören.
Mal kurz sich hinsetzen, dem verunsicherten Mann erklären, was überhaupt gemacht wird und was er dazu beitragen kann, daß es ihm besser geht ? Fehlanzeige, wie ein Stück Vieh.

Eine Patientin, jung, Multiple Sklerose, Rollstuhlfahrerin, Zehennekrosen aufgrund Gefäßspaßmen.
Die Patientin kriegt die volle Latte an Medis verschrieben, kein Mensch sorgt sich mal ob sich das überhaupt mit ihren anderen Medis verträgt. Alle Leute, die bei uns rauskommen kriegen Cholesterinsenker verordnet, deren Nutzen und Wirkung keinesfalls belegt ist. Es gibt sogar Hinweise auf das Gegenteil. Und so viele Leute haben echt fiese Nebenwirkungen. So auch diese Frau. Ich hab ihr gesagt, daß ihre Erkrankung einen anderen Ursprung hat, nämlich keine Artherosklerose im herkömmlichen Sinn, sondern ein Zusammenkrampfen der Gefäße, was dann für die Durchblutung negativ ist. Daß alle Patienten bei uns einen Cholesterinsenker verschrieben bekommen, daß der Nutzen nicht belegt ist und daß ich ihr empfehle, wenn sie unter den Nebenwirkungen leidet, darauf zu verzichten.
Ich hab ihr die Studien genannt, die das alles kritisch sehen. Ich habe ihr erklärt, warum es in den Leitlinie dennoch steht.
Die Frau war dankbar, denn sie dachte, es würde sie sofort umbringen, wenn sie das Zeug nicht nähme, und sie merke es tut ihr nicht gut.
Ich weiß aber, ich hätte ihr das so nicht empfehlen dürfen !

Kann man mit Patienten, die das nötige Verständnis haben, nicht mal auf Augenhöhe und ehrlich mit ihnen sprechen ?

Die aktuelle Ausgabe des S.piegel enthält ein Interview mit Sonja M. einer Moderatorin und Journalistin. Sie spricht mir aus dem Herzen. Und damit meine ich nicht ihre Stellungnahme zu den Arztserien sondern das Anprangern des ganzen Systems.

Ich bin gespannt, wo ich beruflich lande, ich weiß es nocht nicht, aber sicher die Entscheidung dort zu kündigen war richtig.

Donnerstag, 9. Mai 2013

endlich

heute die Freibadsaison eröffnet.
Trotz bescheidenem Wetter und kleinem Zeitfenster.

Schön war´s, Super !
Ich freue mich auf viele viele geschwommene Bahnen und viel Spaß mit meinen Wasserratten !

Mittwoch, 8. Mai 2013

phüühhh

gut, daß man im Internet keine Gerüche verbreiten kann.
So bleibe ich alleine mit meinem stinkenden Fuß.
Über den hab ich mir nämlich die äusserst reife Brennesseljauche gekippt.
Waschen nützt nicht wirklich ;-)

Dienstag, 7. Mai 2013

grmpfl

ich hasse Steuererklärungen, Belege, Kapitalertragssteuern - welches Kapital ?- undurchsichtige Verträge, Versicherungsschreiben etc. pp
ich bin zu blöd für all das und zu chaotisch ! Ich kann das irgendwie nicht

Monsieur hasst einschlafen, bzw. er ist zu chaotisch, er kann das irgendwie nicht.
Darum liegt er seit einer halben Stunde in meinem Bett, ich kann nicht weiter meinen Papierkram sortieren. Immerhin ist er jetzt eingeschlafen.

Nach Adam Riese hat er 8 Stunden Zeit zu schlafen, wenn ich ihn um halb sieben wieder aus dem Tiefschlaf holen muss. Und dabei dabbelte er seit der Rückkehr aus Zürich am Sonntag ohnehin völlig übermüdet durch die Gegend. Gestern ist er auch erst um halb 11 eingeschlafen. Puhh.
Wenn ich ihm da nur helfen könnte...Aber sein Hirn schafft und schafft und schafft und kann einfach nicht ausschalten. Müde Tage bedeuten immer viel negatives Feedback für den Kerl, das haut ihn dann in seiner Sensibilität zusätzlich um,  macht unruhig und wuselig und so beisst sich die Katze in den Schwanz.