Sonntag, 30. September 2012

völliges Wirrwarr

war heute Nacht in meinem Kopf.

Vermutlich aufgrund eines Gesprächs mit dem ägyptischen Kollegen über Nordafrika, über Reisen in diese Länder, über Terrorgefahr, über Authenzität der Touristenorte, sowie der Nachricht über die Zugentgleisung in Stuttgart.
Weiterhin dem Anblick einer "Heuburg" am nahen Pferdehof und der täglichen Notwendigkeit für die Karnickel frisches Futtter zu suchen, ergab sich solch ein Traum:

Ich gehe im Bereich der Bahngleise, kurz vor einem Bahnhof mit etliche Weichen und alten Rangierhäuschen und suche Hasenfutter als ich plötzlich in einem mannshohen Rund aus Strohballen eine Menge in Kaftane gekleidete Männer sehe, schwer bewaffnet.
Ich renne schnell heraus aus der Umgebung als mit noch ein"Taliban" entgegen kommt, der schnell zu seiner Versammlung will....

So einen Schmarrn muss man erstmal Träumen. - Ich traue mich gar nicht ins Bett aus Angst vor einem neuen Krampf.

platt

bevor in ca 10 minuten die Meute wieder über mich herfällt, noch schnell einen Kaffee.

Viel geschafft hab ich das WE.
Gestern das Bett aufgebaut - Bilder gibt´s sobald der Kameraakku wieder geladen ist- , heute ein bißchen umgeräumt.
Die Bettkästen, die zuvor unterm Kinderbtt standen bei mir untergeschoben, dazu erstmal die Rollen abgeschraubt, sonst hätten sie nicht gepasst und die Ecken mit Filzgleutern versehen.
Unter meinem Bett irrsinnig viel Zeug gefunden.
Einen Schrank im Kinderzimmer abgebaut und dafür ein altes "Moppe" Regal ins Kinderzimmer gestellt, Lampen umgeschraubt....

fertig ist noch lange nicht, aber immerhin angefangen.

Ich frage mal in die Runde:  Aufbewahrung für Lego ( das war bisher im Bettkasten) ?
Hat jemand eine gute Idee ?


Samstag, 29. September 2012

shi..

jetzt bin ich fast fertig mit dem neuen Hochbett und muss festelen, daß ein Balken nicht dabei ist. Der hat aber eine tragende Rolle bei der Schreibtischbesfestigung.... grmmml

Freitag, 28. September 2012

direkt

gestern abend haben wir ein paar alte Bilder angeguckt, weil Madame und Monsieur wissen wollten wie das war als sie so klein waren wie das Nachbarskind.

Monsieurs Kommentar:
"Mama, kannst Du mal wieder so aussehen wie damals ? "

Schnüff, in der Tat haben die letzten 5 Jahre echt Spuren hinterlassen, das kann man nicht leugnen.

Interessanterweise war Monsieur vor kurzem noch das allerwichtigste, daß eine Mama "warm und weich" ist, daher darf ich auch niemals Ketten tragen, denn die sind kalt und hart.

lang ist´s her

sonst habe ich freitags an Papawochenenden immer Dienst - dieses WE nicht.
So ein Glück !
Hier staut sich nämlich einiges an.

Durch unsern Garten, durch den Zuzug der Karnickel und der Notwendigkeit, denen erstmal einen ordentlichen Stall zu bauen, durch Urlaub und viel Prokrastinieren ist hier ein heilloses Chaos entstanden.

Das Problem dabei ist nicht nur das Chaos und die Tatsache, daß ich niemanden mehr hier hinein lassen will, das noch viel größere Problem ist meine Hausstauballergie.

Als ich vor 5 Wochen aus den Bergen kam und hier die erste Nacht wieder in meinem Bett schlief habe ich erstmal einen veritablen Asthmaanfall bekommen. Das war mir bis dato neu.

Bettzeug, Decken etc habe ich alles natürlich sofort gewaschen, aber es wird nicht besser. Schlafen kann ich derzeit nur mit Antiallergikum, Cortisonspray habe ich auch noch ein paar mal gebraucht.

Das dumme nur ist: wenn man so allergisch reagiert, kann man auch kaum aufräumen. Mit Antihistaminikum kann ich nichts schaffen- das schlafe ich bei ein.

Der Vater einer Tochterfreundin hat mir eine Feinstaubmaske aus der Medizinprodukindustrie mitgebracht. Mit der werde ich mich morgen früh in das Abenteuer "Kinderzimmerumbau" wagen. Dort soll nämlich aus dem Über-Eck Billo-Bolli zwei Hochbetten werden. Material liegt parat. Wenn ich´s nichts mehr aushalte, geht es in den Garten, dort gibt es auch mehr als genug zu tun.

Mein Zimmer ist dann am Sonntag dran. Einmal Grundreinigen !
Wenns immer noch nicht besser wird, kommt eine neue Matratze rein. In weiser Voraussicht habe ich eine billige IkeaKaltschaum Matratze - ziemlich schadstoffarm laut ökotest- vor 5 Jahren gekauft, weil klar ist, daß so etwas bei mir nicht ewig halten wird.

Auf geht´s !

klassische Unterhaltung mit einem Gefäßpatienten

Herr X, sie kommen wegen der Wunde an ihrem Zeh ? Seit wann haben Sie die denn ?
lang scho
wir haben ja in der Untersuchung gestern in der Röhre gesehen, daß eines der Blutgefäße in ihrem Bein langstreckig verschlossen ist, darum sollen Sie ja auch einen Bypass bekommen. 
ha, wenns sein muss, muss ich dafür eingeliefert ( sehr schönes Wort, was täglich fällt) werden? 
Ja Herr X, Sie haben doch schon mit der Kollegin gesprochen und einen Termin gemacht, der ist allerdings erst in 3 Wochen. Bis dahin ist es wichtig, daß Sie Schuhe tragen, die hier nicht drücken. 
Ha die sind doch schee. 
Ja sie sind sehr schön, aber sie müssen aufpassen auf ihre Füße, sie spüren ja diese Wunde gar nicht, obwohl sie groß ist und entzündet
Haja, ich kann gar net mehr Autofahren. 
.... ich versuche vergeblich den Patienten von der Notwendigkeit einer Druckentlastung bei unpassendem  Schuhwerk und diabetischem Fußsyndrom zu erklären - es kommt nicht bei ihm an. Also weiter: 
Herr X, wir machen jetzt das Aufnahmegespräch. 
Haben Sie manchmal Schmerzen in den Beinen ?
Ha, nee
Wie weit können Sie denn aktuell laufen ?
Laufen kann ich gar ned
Wieso nicht ?
Ha, wegen der Schmerzen...
Beginnen die gleich, wenn sie loslaufen?
Ha nee ...
Herr X, konnten Sie vorhin den Weg vom Parkplatz in die Ambulanz problemlos laufen ?
Nee, gar ned.
Ich verzichte auf weiteres nachfragen und trage unter 200 Meter schmerzfreie Gehstrecke ein. 
Herr X, sind Sie schon einmal operiert worden?
Ja der Blinddarm is drausse
Wann war das denn ?
Oh lieber Gott, sie wollen was wisse, vielleicht vor 50 Jahr
Herr X, sie haben hier am Bein Narben von einer Herzbypassop. Wann sind sie denn dort operiert worden ?
Oh lieber Gott, des weiß ich doch nimmer
Hatten Sie vor der OP einen Herzinfarkt ?
hajo, des war genau am Geburtstag von meiner Frau, da ist sie 65 geworre, Jetzt ist se schon 75. 
Also war das vor 10 Jahren. 
Kann schon sein. 
Und hier am Bauch, Herr X, was ist denn dort operiert worden ( große Narbe einmal quer rüber, am ehesten Darmteilentfernung)
Ha, ja. Da war en geschwür im Darm 
Können Sie sich etwas genauer daran erinnern?
Oh lieber gott, nee ( ein Blick in den Computer zeigt, daß das alles erst 2 Jahre her ist )
es folgt eine Untersuchung mit Gespräch.... ich muss mehrmals innerlich seufzen
Ich frage noch weiter: Herr X, gibt es in der Familie jemanden, der auch mit den Gefäßen zu schaffen hat , hat jemand einen Herzinfarkt bekommen oder einen Schalganfall ?
Ha nee
Vater oder Mutter ?
Ha nee. 
Haben Sie Geschwister ?
Nee, die lebe nemmer, Mein Bruder hat mit 52 einen Herzinfarkt bekommen. Und meine Schwester einen Hirnschlag, da war sie 60.
Ich schreibe also "positive Familienanamnese"
Im Zuge der untersuchung komme ich zu dem Ulcus an der Zehe und erkläre erneut wie wichtig eine Druckentlastung ist. 
Der Patient schimpft und meint: 
Ha dann kann ich doch gar nich mehr Autofahren. .....

Ich hoffe sehr!

to be continued

So laufen etwa 90 Prozent der Gespräche in der Gefäßchirurgie ab, denn der Kalk rieselt schließlich nicht nur peripher.

Montag, 24. September 2012

Wir wohnen wohl doch im Dorf ;-)

Eigentlich nicht, sondern in einem 30 000 Einwohnerstadtteil einer größeren Stadt.

Heute war nun der Elternabend der Tochter. Ich wollte ja unbedingt ihre neue Klassenlehrerin kennen lernen. Durch Heirat mit neuem Nachnamen, sonst hätte ich bereits vorher gemerkt, daß es eine meiner ehemaligen Jungscharlerinnen und Konfirmandinnen ist.
Über 3 oder 4 Jahre habe ich dort Jungschar und Konfirmandenunterricht gemacht.
Lustig ist es dann doch, wenn eben so jemand Klassenlehrerin der Tochter wird.

Inhaltlich muss ich sagen: Holla, das wird ein bißchen anstrengender als die vergangenen zwei Schuljahre. Diktate, Aufsätze, Vokabeltests, Mathetests, sogar in Musik ( ?) und so weiter.
Mir tut es um die Freizeit der Kinder leid. Sicher ist es irgendwann Zeit, mal etwas mehr zu tun für die Schule, aber ich tue mich etwas schwer damit, daß das jetzt schon so sein soll.
Ich glaube ich habe nicht so viel machen müssen in der Grundschule. Aber damals war das ja ohnehin noch alles etwas anders.
4 Kinder in meiner Klasse waren der deutschen Sprache quasi gar nicht mächtig, da gab es keine Teamlehrer oder Lesemamas zum entzerren.
Daher waren die, die ihre Aufgaben schon erledigt hatten, immer willige Diener für Botengänge, Hofreinigung etc.
So zumindest meine Erinnerung.