Samstag, 12. Januar 2013

Osteuropäische Verhältnisse

Hui, jetzt werde ich gleich böse Kommentare auf mich ziehen. Wegen meiner Vorurteile.

Fakt ist, daß schon wieder in unsern Garten eingebrochen wurde und eine große Aluleiter ( 6 Meter ) und viele Bankirai-latten, die ich letztes Jahr nach dem Umbau der Kindergartenterrasse geschenkt bekommen habe, entwendet wurden.

Ich hatte überlegt einen Zettel an den Garten zu hängen, daß der Dieb, wenn er von der Leiter fällt oder sich einen fetten Holzsplitter holt gefälligst nicht in meinem Dienst im KH zu erscheinen hat, ich werde ihn nicht behandeln.

Oh, ich bin so sauer !


Freitag, 11. Januar 2013

doch noch da

ich hab ihn heute gesehen, ich dachte schon,  es gibt ihn gar nicht mehr:
Kurz und halb versteckelt hinter Wolken: Blauer Himmel - nur das gelbe Ding da ist mir noch nicht wieder begegnet.

Dienstag, 8. Januar 2013

völlig überflüssig

und nervig ist, daß beide Kinder neue Stundenpläne bekommen haben.
Gestern schon. Da habe ich dann alles mögliche danach neu ausgerichtet - und heute kam noch einmal eine "Aktualisierung".

Jetzt haben die beiden kein einziges Mal mehr gemeinsam Beginn. Madame hat immer zur ersten. Monsieur hat immer zur zweiten.
Mittags haben sie dreimal zur gleichen Zeit aus, an meinem einzigen freien Tag, dem Montag aber nicht. Also wir es die praktischen Montage nicht mehr geben.
Grummel

Einfach überflüssig.

Sonntag, 6. Januar 2013

Auf geht´s

Morgen geht er wieder los, der Wahnsinn.
Mit Kinder um 6:30 Uhr wecken, Kinder um 7:15 im Hort abgeben, damit ich knapp vor 8 bei der Arbeit bin, schnell die Treppen zum nicht wirklich existierenden Arztzimmer sprinten kann, mich schnell umziehe um dann doch wieder 2 Minuten nach 8 erst in der Röntgendemo zu erscheinen, und ich anpflaumen zu lassen.
Dann kommt die Quadratur des Kreises in der Ambulanz, nämlich alle Patienten einem nicht präsenten Oberarzt vorzustellen, gleichzeitig alles wegzudiktieren und ohnehin mich mal um meinen defekten Piepser zu kümmern....
Um viertel vor 1 bitte ich immer noch um nur kurze umproblematische Patienten in meinem Zimmer, die sich aber grundsätzlich als komplizierte, unbedingt mit dem OA zu klärende Fälle herausstellen, und weil ich nunmal schon angefangen habe, will auch die Kollegin, die ganztags da ist, den Fall natürlich nicht mehr übernehmen. Und so wird es regelmäßig halb 2 bis ich die Klinik verlasse. Und wieder fällt der Einkauf auf dem Heimweg flach, weil ich die Kinder entweder vor 2 oder aber nach halb 4 erst wieder abholen kann, was dann mit anderen Dingen kollidiert.
Also im Renntempo die 10 km zurückradeln, Kinder abholen, die dann meistens völlig auf Entschleunigung gepolt sind, was mit meinem knurrenden Magen inkompatibel ist.

Hausaufgaben, für mich erstmal was Essen. Und der heilige Kaffee am Mittag.
Dann Turnen oder Chor oder Verabredungen, Termine etc. pp

Und wenn dann um 9 abends endlich Ruhe ist im Kinderzimmer, dann geht der tag nochmal los, irgendwie.

Aber ich bin gut ausgeschlafen diese Ferien, naja, bis auf die 3 24 Stunden Dienste in der letzten Woche, aber sonst schon. Ich kann wenig zu Diskussionen beitragen, weil ein Virus mir meine Stimme vollständig entwendet hat, oder war es doch ein Reibeisen, das heute Nacht meinen Rachen bearbeitet hat ?
Also wird schon alles klappen ;-)

In 10 Tagen wird der kleine Herr im Hause 6 Jahre alt. Das macht mich noch ein wenig nervös, weil ich für den Kindergeburtstag noch kein richtiges Konzept hab. Stabiles Wetter bräuchten wir.

Samstag, 5. Januar 2013

Erklärung

warum ich in letzter Zeit so wenige Meisen etc gesehen habe.

In den vergangenen Nächten habe ich häufig einen Kauz gehört. Zuerst war ich mir nicht sicher, mittlerweile weiß ich ziemlich genau, wo er wohnt. Denn dort sind Reste seiner Beutetiere zu sehen als solche Ballen.

Der Käuzchenruf erinnert mich an meine letzte Studenten- WG in Göttingen. Ich hatte ein zunächst für mich als Hausstauballergiker völlig unbewohnbares Zimmer, denn dort lag ein Teppichboden drin und den herauszumachen, war fast nicht möglich- Klebefasern hingen überall. Und mit überall meine ich überall. In meinen Büchern, im Müsli, in der Wäsche...

Ich hatte aber einen großen überdachten Balkon, hinten raus zu den Schillerwiesen. Ich richtete mir mein Bett auf dem Balkon ein. das war echt urig dort. Und ein Käuzchen hat dort  jede Nacht gerufen.

exponentiell

stieg gestern mein OP- Konto, von bisher 1 OP auf 3 ( in über 15 Monaten ;-)  )
Nach zwei 2. Zehen, die es zu amputieren gab, weil matschig, kam dann gestern gleich eine Oberschenkelamputation auf den Tisch.
Ganz fair fand ich das nicht, denn prinzipiell ist das technisch zwar nicht anspruchsvoll, aber dennoch einige Nummer grösser als so eine Zehe. Bei meiner vorherigen Stelle hatte ich bis dato nur Metallentfernungen und Arthroskopien gemacht.

Der Patient war ein schwer kranker Italiener, der mich schon im Nachtdienst mehrfach beschimpft hatte, daß wir ihn  festhalten wollen, und er jetzt die Polizei holt....der Mann ist schwer krank und für eine Vollnarkose zu krank. Daher fand also diese Amputation beim wachen Patienten statt. Die Anästhesistin gab ihm zwar immer wieder was zum wegdösen - half aber nicht und daher bruddelte der Italiener die ganze OP wütend vor sich hin, während ich ihm da das Bein abtrennen durfte....
Ich hab mich ein bißchen doof angestellt, glaube ich, aber woher soll ich das können, wenn noch nie gemacht.






Mittwoch, 2. Januar 2013

survived

die 48 Stunden Jahresend- und Jahresanfangsdienst. Ohne die Motivation durch den Zusatzverdienst vielleicht doch noch in den Genuss eines Skiurlaubs mit den Kindern zu kommen, wäre es noch anstrengender gewesen.

Den Jahreswechsel damit verbracht, einen Patienten von Station mit Vigilanzminderung - hätte ich auch bei einem Blutdruck von 80/40-  durch die komplette Diagnostik zu schleusen.

Heute nacht noch ein olfaktorisches Highlight als ein wohnsitzloser sehr verwahrloster Mann die Notaufnahme wegen aktuer Schmerzen bei seit 20 Jahren offenen Unterschenkeln aufgesucht hat.
Die Schuhe gingen noch aus. Die Socken waren fest verklebt mit einer Mischung aus ? ich will es gar nicht genau wissen, jedenfalls einer Menge Wundexsudat. Die Geschwüre waren nicht so schlimm wie erwartet. 20x10 cm groß, tief, belegt. Mit bunten dreckigen Servietten hatte der Mann sich einen Verband gemacht.
Nachdem also die Socken zerschnitten waren und in mühevoller Kleinarbeit von den Füßen gepfriemelt, kamen die vollständig verklebten Zehen zum Vorschein. In jeden Zehenzwischenraum eine Schmotze aus ?. ...
Immerhin kam uns nichts kleines lebendiges entgegen.
Der arme Kerl durfte nach Verbandwechsel und Säuberung dann noch ein paar Stündchen im Behandlungsraum schlafen. Der Raum musste ohnehin gründlich gereinigt werden. Ich hoffe er hat es ein bißchen genossen. Eigentlich wollte er nämlich gerne stationär aufgenommen werden, aber ohne Krankenversicherung, Anschrift und ohne vitale Indikation war das nicht möglich.